Wanderreiten im Mühlviertel

Mit dem Wagen und zwei trittsicheren Pferden gehts flott über Stock und Stein. Foto: Corinna Widi

Wer ein Pferd und eine Familie sein eigen nennt, kennt das Problem: Wohin im Urlaub? Wir haben einen Urlaubsort besucht, wo scheinbar Unvereinbares ganz von selbst zueinander findet, z. B. nicht ganz so pferdebegeisterte Angehörige und die geliebten Vierbeiner.

Dieses wunderbare Beispiel fanden wir in Oberösterreich, auf der Mühlviertler Alm. Seit mehr als 15 Jahren gilt die Region als das „Mekka der Wanderreiterei“ in Österreich. 14 Gemeinden haben sich hier zusammengeschlossen und bieten gemeinsam beinahe 700 km bestens gepflegte Reitwege, entlang derer sich eine Vielzahl an Rast- und Beherbergungsbetrieben findet. Beim Studium des Informationsmaterials fällt auf, dass die Anbieter nicht nur versuchen, den Wünschen der Reiter sondern auch jener, die nicht in den Sattel steigen möchten, zu entsprechen. Da gibt es Angebote zur Selbsterfahrung in unberührter Natur genauso wie Ausreitwochen für Menschen, die noch nie auf einem Pferd gesessen sind, Naturerlebnis- und Kinderprogramme uvm.
Pferdplus-Autorin Doris Granegger hat das Pferdeparadies vom Kutschbock aus getestet und war durchwegs begeistert. Von der Moser Alm, die neben einer Jausenstation ein eigenes Fahrzentrum beherbergt, ging es mit zwei Lipizzanern vor dem Planwagen durch das schöne Gebiet des Mühlviertels. Nicht nur der Lenker, staatlich geprüfter Fahrlehrer, auch die Vierbeiner vorne am Geschirr, erwiesen sich als Profis. Nebenbei bemerkt, könnten die beiden Lipizzaner auch Zirkuspferde sein – beide beherrschen amüsante Lektionen, die den Besuchern natürlich nicht verwehrt blieben. Die Tour mit dem Wagen war ein richtiges Abenteuer. Tolle Aussichtsplätze, spannende Gebäude und Ruinen, unberührte Natur und zum Schluss durften sogar die Besucher die Leinen in die Hand nehmen.

Vollständige Reportage in Pferdplus 09/2011
Autor: Doris Granegger

Tourentipps:

„Einmal Ruttenstein und zurück“
Dauer: 3 h
Länge: ca. 17–20 km
Von der Moser Alm führt die Route durch das Dörfchen Bachzell, Richtung Mönchwald. Am Güterweg gelangt man bis zum Naarntal, und nimmt den idyllischen aber steilen (!) Reitweg hinauf zur Ruine Ruttenstein. Von dort führt die Panoramastraße hinunter bis ins Naarntal. In östlicher Richtung geht der Weg entlang des Leitnerberges zurück. Über den Reitweg durch den Mönchwald gelangt man zur Moseralm, wo eine deftige Jause wartet. Geeignet für Reiter und (Mit-)Fahrer!

„Wachau für Kenner“
Dauer: 5 Tage (am 5. Tag Rückfahrt mit dem LKW)
Länge: 120 km (gesamt), 30–40 km pro Tagesetappe
Vom Kenner für Könner! Diese Tour führt von der Moseralm nach Gutenbrunn (NÖ) weiter nach Ottenschlag, in südöstlicher Richtung bis zur Donau nach Spitz und entlang des Ufers zur Burg Dürnstein. Versierte Fahrer können auf Wunsch auch mit eigenem Gespann dabei sein. Übernachtet wird bei ausgesuchten Raststationen. Nur auf Anfrage! Beschränkte Teilnehmerzahl!

„Go West“
Geplant für Ende August/September 2012
Dauer: 5–7 Tage
Länge: ca. 140–160 km
Nicht nur für Western-Fans! Die Tour führt wahlweise von der Moseralm nach Pullman City bzw. von der Pullman City zur Moseralm. Für die Hin- bzw. Rückfahrt wird jeweils ein Transport organisiert. Die Strecke verläuft ausgehend von der Moser Alm über Bad Leonfelden hinein ins Tschechische nach Vyssi Brod, dann entlang der Moldau über Haidmühle bis nach Pullman City in Eging am See im Bayrischen Wald. Vorsicht: Strecke nur für Gespanne, Reiter wählen eine eigene, gebirgigere Strecke!

Weitere Informationen:
Fahrzentrum und Jausenstation Moser Alm
Johann Lumetsberger
Mönchwald 6, 4281 Mönchdorf

www.moseralm.at

Allgemeine Infos über Nächtigungsmöglichkeiten, sonstige Angebote & Tourenplanung findet man auf www.muehlviertleralm.at und www.pferdereich.at

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