Wanderritt im Nationalpark Kalkalpen

Unzählige idyllische Wald- und Wiesenwege laden zu gemütlichen Ausritten ein. Foto: www.pferdeland-nationalpark.at

Ein Naturschauspiel der besonderen Art bietet der Nationalpark Kalkalpen im südlichen Oberösterreich. Auf dem Pferderücken lässt sich die beeindruckende Landschaft noch intensiver erleben.

Der Nationalpark Kalkalpen wurde 1997 errichtet und ist mit 20.825 ha das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Österreichs. Weder Straßen noch Handymasten sind hier zu finden, wohl aber naturnahe Wälder, Bäche, Almen und seltene Fauna und Flora. So könnte man hier, wenn man Glück hat, durchaus einem Luchs in seinem natürlichen Lebensraum begegnen oder seltene Orchideenarten auf den Bergwiesen finden. Den Nationalpark, der sich über das Reichramiger Hintergebirge und das Sengsengebirge erstreckt, ist von vier Regionen aus, über insgesamt 300 km Reitwanderwege zugänglich: das Ennstal, das Steyrtal, das Kremstal und die Region Pyhrn-Priel rund um Windischgarsten. Doch das war, laut Wanderreitführer Josef vom Gestüt Moar im Hof, nicht immer so. Er erzählte Pferdplus-Reporterin Petra beim gemeinsamem Wanderritt, dass sich hier 30 pferdehaltenden Betriebe zu einem Reit- und Fahrkompetenzzentrum zusammengeschlossen und dafür eingesetzt haben, dass im Nationalpark auch geritten werden darf und gekennzeichnete Reitwege angelegt werden.
Gemeinsam mit den drei Warmblutstuten und einer Reitponystute im Anhänger ging es zu Beginn mit dem Auto ein wenig den Berg hoch, damit sich die gewählte Route auch als Tagesritt ausging. Die Pferde erwiesen sich wieder als äußerst trittsicher und souverän im Gelände, auch auf dem vom Regen durchnässten Boden. Auch als die kleine Ponystute einmal im morastigen Boden feststeckte, nicht vor und nicht zurück konnte, blieben die Pferde ruhig. Zu Mittag wurde in der auf 1199 m Seehöhe gelegenen Hanslalm eingekehrt. Dort konnten die Pferde inzwischen auf einer kleinen, umzäunten Weide frei laufen und grasen. Nach dieser wohligen Pause mit einer deftigen „Brettljausn“ entschied sich die Sonne dann doch noch, ein wenig vom Himmel zu lachen, wodurch der Heimritt vom traumhaften Blick zu den Bergspitzen des Toten Gebirges untermalt wurde.
Nahe dem Stall steht das Hotel Villa Sonnwend mit seiner herrlichen Jugendstilfassade und lädt sehr eindringlich zu einer Übernachtung, inklusive morgendlichem Blick über die Pferdeweide ein. Auch wenn es schwer fiel, musste sich Petra gleich nach der Ankunft im Gestüt wieder auf nach Hause machen. Dennoch war der Ausflug mit den Pferden wieder einmal ein Highlight.

Vollständige Reportage in Pferdplus 10/2010
Autor: Petra Gmainer-Wiedemann

Weitere Informationen:

im Katalog „Pferdeland Nationalpark Kalkalpen“ – zu bestellen auf www.pferdeland-pe.at

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