WEG Kentucky: Österreich holt Bronze im Gruppen-Voltigieren
Nur Hunderstel Punkte entschieden über die Platzierung: Neuer Weltmeister im Gruppenvoltigieren wurden die USA, Silber ging an Deutschland, die Voltigiergruppe Pill holte WM-Bronze für Österreich.
Es war ein Krimi bis zuletzt – und alle Fachleute waren sich einig, dass es selten zuvor eine Voltigier-Weltmeisterschaft gegeben hatte, die sportlich so hochklassig war und in der die Leistungsspitze so dicht beisammen lag. Am Ende lagen die drei erstplatzierten Teams innerhalb von 39 Tausendstel (!) -Punkten – knapper geht es eigentlich nicht mehr.
Gold holte sich die Truppe von Gastgeber USA, die während des gesamten Championats ihren Heimvorteil auszuspielen wußte – die aber dennoch ein verdienter Weltmeister sind. Für ihre sehr effektvolle und kreative Kür, die insgesamt sauber und sicher durchgeturnt wurde, erhielten die USA die höchste Kürnote des Tages (8,779) und kamen auf eine Endnote von 8,029 – das war genug.
Pech hatte das Team des VV Ingelsberg, das für Deutschland an den Start ging: Mit einer technisch enorm schwierigen Kür nahm die Gruppe hohes Risiko – das leider nicht ganz aufging: Es gab Abzüge in der Pferdenote und auch noch einen ungeplanten Abgang eines Voltigierers. Die Kürnote von 8,635 war nur die dritthöchste insgesamt – dennoch ging sich Silber knapp aus (Gesamtnote 8,010). Nicht zuletzt deshalb, weil auch Österreich – das als letzte Gruppe startete – sein technisch ebenfalls hochstehendes Kürprogramm nicht immer sauber durchturnen konnte. 8,641 war zwar die zweitbeste Kürnote hinter den USA, doch an die Führenden kam man nicht mehr ganz heran: Mit Endnote 7,990 wurde es die Bronzemedaille, womit Österreich am letzten Tag dieser Weltreiterspiele doch noch die erhoffte Medaille holen konnte.
Dass die Goldmedaille zum Greifen nahe war, sollte nicht traurig, sondern im Gegenteil Mut für die kommenden Herausforderungen machen. Österreich ist im Voltigieren absolute Weltspitze und braucht keinen Gegner mehr zu fürchten. Und man darf auch nicht vergessen, wie schnell gerade im Voltigieren Fehler passieren – nur eine kleine Unregelmäßigkeit in der Galoppade, ein kleiner Ausrutscher – und schon ist man nicht mehr auf Platz drei, sondern auf Platz fünf. Auch das haben wir ja des öfteren in Kentucky miterleben müssen. Für uns glänzt diese Medaille daher wie Gold – und die Voltis sind eindeutig unsere WM-Helden!
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