Weltcup Dressur: Adelinde Cornelissen gewinnt die Qualifikation
Mit einem Favoritensieg durch die Niederländerin Adelinde Cornelissen und Parzival endete am Donnerstagabend der Grand Prix, der gleichzeitig die Qualifikation für die das Weltcup-Kür-Finale am Samstagabend war.
80,857 Prozent für ihre Grand-Prix-Vorstellung wirft allerdings die Frage auf, ob der Ritt wirklich so vorbildlich war, wie die hohe Note suggeriert – einer der höchsten, die je im Grand Prix vergeben wurde. Vor allem die ständige Rückenlage der Reiterin, ihre zu lange Zügelführung und die viel zu harte Zügeleinwirkung beeinträchtigen das Bild, außerdem geht Parzival selten über den Rücken, was besonders augenfällig in den Piaffen wird, die hinten und vorne nicht synchron getreten sind.
Platz zwei ging an die Dänin Nathalie zu Sayn-Wittgentstein mit ihrem selbstgezogenen Donnerhall-Sohn Digby (76,884), der immer sicherer in den Lektionen wird, vor den beiden deutschen Dressurstars Ulla Salzgeber mit einem über Winter vor allem in den Piaffen deutlich gereiften und in schöner Anlehnung befindlichen Herzruf’s Erbe (76,216), der allerdings einen Fehler in den Einer-Wechseln hatte, und Isabell Werth und Satchmo (74,818). Letzterer ging fehlerfrei und mit viel Risiko in den Galoppverstärkungen.
Die 15 besten Reiter der 17 Starter des Grand Prix haben sich für das Finale am Samstagabend qualifiziert.
Einzige österreichische Reiterin in den internationalen Dressur- und Springprüfungen ist Theresa Widauer in der European Youngster Cup Tour für bis zu 26 Jahre alte Reiter. Nachdem sie am Mittwoch in der ersten Qualifikation für das Tour-Finale am Freitagmorgen mit der 15-jährigen Laguna Bay zwölf Strafpunkte hatte und auf Rang 43 der 52 Starter kam, zeigte die Tirolerin am Donnerstag ihr Können und wurde mit einer fehlerfreien Runde Elfte.
Birgit Popp
Ergebnisse auf www.scg-nl.nl
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