William Fox-Pitt ohne Cool Mountain bei Olympia 2012
Der britische Star-Eventer William Fox-Pitt wird beim Olympischen Vielseitigkeitsbewerb in London auf sein Toppferd Cool Mountain verzichten – der 12-jährige Wallach erhält nach einer Sehnenverletzung ein ganzes Jahr Pause.
Wie die Tageszeitung The Telegraph berichtet, muss Vielseitigkeitsreiter William Fox-Pitt – ein heißer Anwärter auf eine olympische Medaille in London – auf eines seiner besten Pferde verzichten. Der 12-jährige Cool Mountain, mit dem Fox-Pitt Silber in der Einzelwertung und Gold in der Teamwertung bei den World Equestrian Games in Kentucky 2010 erobern konnte, ist nach einer Sehnenverletzung noch immer nicht ganz fit und wird von seinem Reiter daher die ganze Saison 2012 geschont. Ein harter Schlag für den routinierten Eventer, denn Fox-Pitt gibt zu: „Es ist für mich sehr traurig, gerade in diesem Jahr auf Cool Mountain zu verzichten. Er hat sich toll entwickelt und war das Pferd, auf das ich in London gesetzt hätte.“
Ein Start mit Cool Mountain kommt aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage: „Er hat sich 2011 an der Sehne verletzt. Es war nicht besonders schlimm, aber ich möchte kein Risiko eingehen und werde ihm ein ganzes Jahr Auszeit geben, damit er sich optimal erholen kann.“
Fox-Pitt – der einzige Vielseitigkeitsreiter der Welt, der bislang alle fünf Vier-Stern-Events (Badminton, Kentucky, Luhmühlen, Burghley und Pau) gewinnen konnte – steht dennoch nicht mit leeren Händen da: Er hat mit Oslo, Lionheart und Parklane Hawk nicht weniger als drei weitere Pferde zur Verfügung, die bei Olympia startberechtigt sind, und zwei davon können bereits Siege in Vier-Stern-Prüfungen vorweisen. Fox-Pitt: „Alle drei Pferde sind noch relativ jung und haben erst Ende des Vorjahres ihre ersten Events auf Vier-Stern-Niveau absolviert. Sie haben diese Aufgabe toll gemeistert – aber das müssen sie auch weiterhin tun. Sie alle haben ihre Stärken und Schwächen, sie sind wahre Kämpfer und voller Vertrauen, was in unserem Sport besonders wichtig ist“, so Fox-Pitt, der die hohe Erwartungshaltung in Großbritannien nicht weiter aufstacheln möchte und den Druck so gut es geht von sich fernhalten möchte: „Mir hilft im Moment der Gedanke sehr, dass ich bereits bei drei Olympischen Spielen geritten bin – und dass die kommenden eben meine vierten sind. Ich muss versuchen, so normal wie möglich zu bleiben, konzentriert zu sein und im entscheidenden Moment meine Leistung abzurufen – das wird die Herausforderung für mich sein.“
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