Wintercheck für Pferde
Wussten Sie, dass Pferde im Winter einen erhöhten Energiebedarf haben? Haben Sie effiziente Mittel zur Stärkung des Immunsystems auf Lager? Erkennen Sie Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels bei Ihrem Pferd? - Nein? - Dann sollten Sie noch ein wenig weiterlesen.
Gerade im Winter herrschen nicht nur für Reiter harte Zeiten. Auch Pferde werden durch Kälte, Viren, Schnee, Winterfell, Immunschwächen oder vereiste Tränken vor besondere Herausforderungen gestellt.
Der Hautfaltentest signalisiert einen Flüssigkeitsmangel beim Pferd.
Pferde etwa, die im Offenstall leben oder viel Zeit im Freien genießen dürfen, können durchaus unter Flüssigkeitsmangel leiden. Denn Schnee fressen alleine genügt nicht. Für einen einzigen Liter Wasser müsste Ihr Vierbeiner bereits an die zehn Kilo der „weißen Flocken“ futtern. Bei einem Wasserbedarf von 30 – 60 lt pro Tag ein Ding der Unmöglichkeit. Zudem kühlt Schnee die „Betriebstemperatur“ des Pferdes ab, während zur „verdaulichen Aufbereitung“ bereits viel Energie nötig ist. Durst, Leistungsabfall und Gesundheitsschäden wie Durchfall oder Koliken bis hin zum Nierenversagen können als Folgen einer Mangelversorgung mit Wassser auftreten.
Damit Sie sicher sind, dass der Winter für Ihr Pferd nicht zur kräftezehrenden „Durststrecke“ wird, machen Sie rasch unseren Hautfaltentest.
Eine Hautfalte am Pferdehals mit zwei Fingern fassen, etwas daran ziehen und dann loslassen. Bleibt die Falte etwas länger stehen, dann leidet Ihr Pferd vermutlich unter Wassermangel.
Viele wertvolle und praktische Tipps für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei frostigen Zeiten finden Sie im großen „Winter-Special“ der neuen Pferdplus (Ausgabe 01/2011). Hier sei nur so viel verraten: wärmeres Wasser, kurze Wegstrecken, ballaststoffreiche Fütterung, anatomisch richtig montierte Tränken, frostsichere Balltränken und Sauberkeit schaffen rasch Abhilfe.
Einfache Futter- und Haus-Mittel für ein starkes Immunsystem.
Es braucht gar nicht viel, damit Ihr Pferd gesund durch Schneetreiben und Eisregen kommt. Da Pferde im Winter einen erhöhten Energiebedarf haben, darf die Kraftfuttergabe ruhig erhöht werden. Je nach Haltung und Leistung des Pferdes bis zu 2,5% pro Kältegrad. Dazu Äpfel und Karotten als Vitamninstoss, Thymiantee gegen Husten, selbstgemachter Zwiebelsirup, ausgewählte Schüsslersalze oder Leinöl zur Leistungssteigerung. Und natürlich ganz viel frische Luft und Licht. Durchaus ohne Decke, denn Pferde sind wind- und wasserdicht. Detaillierte Futtertipps, Frühwarnsymptome im Krankheitsfall, Rezepte und bewährte Hausmittel von anerkannten Experten finden Sie im neuen Pferdplus. Hier nur einer davon:
Ein Schuss Apfelessig (5%), Schwarzkümmeöl oder Echinacea über das Futter gegossen, stärken das Immunsystem.
PS: Und hier noch mein persönlicher Tipp für Ihren gelungenen Winterritt: Machen Sie Ihrem Pferd eine Freude und wärmen Sie sein Gebiss vor dem Zäumen. Ein Eisklumpen im Maul motiviert kaum zum zufriedenen Kauen.
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