Zehn Jahre Berufsverbot für prominenten US-Galoppertrainer
Der US-amerikanische Pferdetrainer Richard E. Dutrow jr. – u. a. Trainer des Kentucky Derby-Siegers 2008, Big Brown – wurde nach mehreren Dopingvergehen mit einem zehnjährigen Berufsverbot belegt und zu einer Geldstrafe von 50.000,– Dollar verurteilt.
Der Vorfall hatte in den USA für enormes Medieninteresse gesorgt – denn es trifft keinen Unbekannten: Richard ,Rick‘ Dutrow war einmal im Rennsport ganz oben, eine landesweit bekannte Größe, die 2008 mit Big Brown sogar den Sieger des Kentucky Derbys stellte. Umso tiefer ist nun sein Fall.
Die Rennsportbehörde des Staates New York (The New York State Racing and Wagering Board) wollte mit ihrem Urteil wohl ein klares Zeichen setzen: Am 12. Oktober verurteilte es – wie die Tageszeitung NY Daily News berichtet – den bekannten Galoppertrainer Richard E. Dutrow jr. nach mehreren Dopingvergehen und dem unerlaubten Besitz von Injektionsnadeln zu einer Geldstrafe von insgesamt 50.000,– US-Dollar, weiters wird dem Trainer für die Dauer von zehn Jahren die Trainerlizenz entzogen, was einem faktischen Berufsverbot gleichkommt.
Der Vorsitzende des Racing und Wagering Boards, John Sabini jr. meinte in einer Erklärung: „In New Yorks Pferderennsport ist kein Platz für Mr. Dutrow – und wir haben auch keine Geduld mehr mit ihm. Seine wiederholten Verstöße und Regelmißachtungen haben das Vertrauen zahlloser Rennsport-Fans in einen fairen Sport erschüttert und sind eine Schande für uns alle. Um dieses Vertrauen in die Integrität unseres Sports wieder herzustellen mußte das Board angemessen entscheiden und Mr. Dutrow von der weiteren Teilnahme daran ausschließen. Sein – wie er es nannte – ,Spiel‘ in New Yorks Rennsport ist damit vorbei. Wir werden solchen Personen nicht mehr erlauben, dass sie betrügen und diesen schönen Sport, für den New York in der ganzen Welt bekannt ist, zu besudeln.“
Die Aufhebung der Trainerlizenz und damit die Sperre für die Trainertätigkeit hätte ursprünglich sogar auf Lebenszeit erfolgen sollen. Dies wurde auf Wunsch von Charles Diamond, einem Board-Mitglied, jedoch auf zehn Jahre befristet. Danach darf Rick Dutrow wieder um die Erteilung einer Lizenz ansuchen.
Dutrows letzte Vergehen liegen fast ein Jahr zurück: Am 3. November wurde in seinem Stall drei nicht beschriftete Injektionsspritzen mit der verbotenen Substanz Xyzaline – einem stark wirkenden Beruhigungsmittel – entdeckt. Am 20. November wurde ein von Dutrow trainiertes Pferd – Fastus Cactus – positiv auf die Substanz Butorphanol getestet, ein Mittel, das zehnmal stärker wirkt als Morphium. Dutrow wurde für jedes dieser beiden Vergehen mit einer Geldstrafe von je 25.000,– US-Dollar verurteilt. Bereits in den Jahren zuvor war Dutrow wegen mehrer Dopingvergehen zu Sperren und Geldbußen verurteilt worden, so in den Jahren 2003, 2004 und 2008. Hinzu kommen weitere Verstöße in Kalifornien, Kentucky und Delaware.
Der Entzug der Lizenz soll mit 18. Oktober wirksam werden – um Dutrow die Möglichkeit zu geben, seine Pferde in andere Rennställe zu überstellen. Dutrow hat gegen das Urteil Berufung angekündigt und möchte seinen Fall nun vor den New York Supreme Court bringen – bereits am kommenden Montag (17. Oktober) soll es ein erstes Hearing geben.
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